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In folgendem
Ethischen Kodex des europäischen Adels,
der auch von den deutschen Adelsverbänden unterstützt wird,
empfiehlt der europäische Adel seinen Mitgliedern den persönlichen
Einsatz für das Wohl einer europäischen Gesellschaft, die sich im
Umbruch befindet und zwar auf drei Ebenen: Im geistig-moralischen,
im familiären und im gesellschaftlichen Bereich.
Bei
geistig-moralischen Werten sei es gleichgültig, welcher Religion
oder philosophischen Weltanschauung der Adelige angehöre, er müsse
in jedem Fall andere religiöse oder philosophische Traditionen
respektieren und sich zu einem geistigen Erbe bekennen, das der
Würde der Person einen hohen Stellenwert beimisst, aber jede Art von
Intoleranz und Sektierertum ausschließt. Ferner soll jeder Edelmann
die Förderung der Menschenrechte unabhängig von Herkunft, sozialer
Lage und Rasse verwirklichen helfen und außerdem anstreben:
"Kultivierung der
Ehrenhaftigkeit und des Sinnes für Ehre; besonders soll darauf Wert
gelegt werden, seine Verpflichtungen zu erfüllen und sein Wort zu
halten. Den Sinn der Freiheit [ist] darin zu sehen, Herausragendes
anzustreben, Verantwortung zu übernehmen und uneigennützig zu
dienen."
Die familiären
Werte setzen einen weiteren wichtigen Schwerpunkt. Die Familie müsse
für jeden Adeligen Ausgangspunkt der Gesellschaft sein, denn nur sie
kann Dreh- und Angelpunkt erfolgreichen kontinuierlichen Wirkens zum
Allgemeinwohl sein. Gepflegt werden müsse die "Schönheit der
ehelichen Liebe" und die Würde der Ehe, das Ehepaar solle sich
außerdem durch "verantwortliche Fruchtbarkeit" der Zukunft öffnen.
Der Schutz des kulturellen Erbes, die Erinnerung an die
Verstorbenen, die Erhaltung der Familientraditionen,
Familiensolidarität und -sinn, Achtung zwischen den Generationen und
Betätigung im Familienverband seien zu fordern.
Als
gesellschaftliche Werte schälen sich aus der traditionellen adeligen
Gesinnung der Wunsch heraus, leitende Funktionen auszuüben und und
den Geist des Dienens aufrecht zu erhalten. Der Adel dürfe nicht der
Degeneration anheim fallen, sondern müsse sich berufen fühlen, zu
führen und Verantwortung für ein größeres Ganzes zu übernehmen, aber
nicht um der eigenen Vorteile willen, sondern zum Wohl Aller.
Daher soll jeder
Adelige Sprachkenntnisse erwerben und alle anderen Fähigkeiten und
Kenntnisse, die ihn zum Führen prädestinieren. Er soll jede
Mittelmäßigkeit durch professionelle Ausbildung vermeiden, eine
Haltung pflegen, die sich nicht an unmittelbarem Profit und an Macht
orientiert, Verantwortung aus der Geschichte entwickeln,
Unternehmergeist und Mut zur Opferbereitschaft zeigen, aktiv am
Aufbau Europas teilnehmen, Bürgersinn und gemeinwohlorientiertes
Handeln praktizieren.
Der Erhaltung eines
bestimmten Lebenstiles, beinhaltend die Sorge um das Wohlergehen
Anderer, insbesondere Schwächerer, der Wahrung der Höflichkeit und
Praktizierung ebensolcher Umgangsformen, der Verwurzelung in der
örtlichen Gemeinde, der Verbundenheit mit Grund und Boden, dem
Heimatsinn und dem berechtigten Nationalstolz müsse ferner Priorität
eingeräumt werden. Bei der Berufswahl des Jungadels darf nicht auf
Prestige und Verdienst, sondern muß auf den Nutzen für die
Gesellschaft geblickt werden.
Ferner gehören der
Umweltschutz und die Bewahrung der natürlichen Ressourcen ebenso wie
die Anerkennung der positiven Rolle des Humors in der Gesellschaft
(sic!) zu den Grundpfeilern adeligen Denkens, das als Vorbild für
Mitmenschen wirken soll.
Dieser Ehrenkodex entstammt einer Resolution der C.I.L.A.N.E.
(Commission d´Information et de Liaison des Associations Nobles
d´Europe)
Link:
www.cilane.eu
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